Spreewelle – Ausgabe 68
Ganz am Ende geht’s noch mal in die Vollen. Die neue und letzte Spreewelle des Jahres 2010 flockt noch einmal genregemischt durch die Gegend. Und setzt den Schlusspunkt für ein gutes Musikjahr 2010. Gäbe es eine Frauenbeauftragte bei der Spreewelle, sie hätte gekündigt. Schon lange. Mit großem Gezeter und Pauken und Trompeten wahrscheinlich. Denn die Sampler sind standardmäßig recht frauenarm. Das war auch 2010 nicht ganz anders. Für 2011 kündigt sich schon jetzt zumindest eine Dame an, die wenn schon keiner mitmacht, wenigstens selbst einige Freiplatzierung auf Spreewelle 69 bis 74 fest buchen kann. Zum Jahresabschluss erstmal trägt sie nun ein glanzvolles, stahlkaltes Stück namens “Without Lies” bei, das in Kollaboration mit...
Spreewelle – Ausgabe 67
Ab in den November. In die kalte, unbequeme Jahreszeit. Die 67. Ausgabe der Spreewelle hält alles parat, was man benötigt für diese 30 Tage der Dunkelheit. In Ton geblasene Kälte, melodische Antidepressiva und klingendes Selbstmitleid. Mit dabei: Männer, die von ihren Bands pausieren, Bands, die sich nach der Zeit sehnen, in der es nur um Frauen ging und Frauen, die von all dem die Nase voll haben. Zäumen wir diesmal das Pferd von hinten auf. Will sagen: Mit der Melancholie. Typischerweise erst auf der zweiten Seite vertreten. Doch hier im grauen Grau regiert ja nichts anderes als die Melancholie. Robert Forster, seines Zeichens Chef der Go Betweens aus Australien hat diese emotionale Schwere auf den Punkt gebracht. Und zwar so genau, dass ich ganz...
Spreewelle – Ausgabe 66
Es ist nichts anderes als ein Phänomen. Dass man im Spätsommer 2010 wieder guten Gewissens zu ganz sacht mit einer Indienote versehenen Soul den Kopf wippen darf. Aloe Blacc und Mayer Hawthorne waren keine Eintagsfliegen. Sie stehen dem Subtrend des Indiemainstreams vor und machen Musik, die in Wahrheit eigentlich gar nichts mehr mit Indie as we know it zu tun hat. Und trotzdem verteilt sich diese Musik ganz uauffällig in den entsprechenden Kreisen. Andererseits: Das wohlwollende Gejohle war schon immer groß, wenn man auf einer Party, bei der die Gäste eben noch leidenschaftlich und verbindlich zu den Smiths ihre in die Jahre gekommenen Körper schwungen, dann plötzlich mal so halb ironisch mit prominenten Vertretern des 60s Soul daherkam. Schön das. Auch...
Spreewelle Ausgabe 65
Computercrash! Einen Tag vorm Urlaub und einen Tag nach Fertigstellung der 65. Ausgabe der Spreewelle. Tragisch. Und ziemlich ungerecht. Denn der Sampler hatte den ziemlich perfekten Soundtrack für den ziemlich perfekten Sommer parat. Weil es blogmäßig endlich mal wieder in den gewohnten Monatsrythmus gehen soll hier nur ein paar Belege. Darwin Deeze und sein lupenreines selbstbetiteltes Debutalbum ist schon jetzt vorgemerkt für einen der vorderen Ränge der Jahrescharts 2010. Jedes weitere Durchhören fördert auch neue Anwärter für die Single des Jahres. Zum Beispiel “Up In The Clouds” – Zum Zungeschnalzen. Oder Caribou. Völlig zurecht hochgelobt im Indieland diesen Sommer. Und mit “Selfish Boy” liefern die Kanadier einen...
Spreewelle Ausgabe 64
Tempelhof. Das erste Cover seit zwei Monaten ohne New York-Motiv. Dabei ist diese Stadt plötzlich wieder stilprägend geworden. Was “I Need A Dollar” bzw. How To Make It In America begonnen hat, rollt mittlerweile ganz selbstverständlich durch den Mainstream des Indiepop: Sweet Sugar Soul mit knappen Jeans. Das hört man heute. Und auch wenn er aus Detroit und nicht aus NYC kommt, ist Mayer Hawthrone doch ein typischer Vertreter dieser sonderbaren Renaissance der goldenen Soul-Are der späten 60er bzw. frühen 70er. Nur ein Hauch Modernität steckt in dessen Songs – und genau das scheint das Erfolgsrezept dieses neuen alten Musikschlags zu sein. Und das Erfquickliche dabei: Mayer komponiert selbst und covert nicht nur. Dank an Till bzw. Kryschi...
Spreewelle – Ausgabe 63
Hello Juni-Mond. Spreewelle hat den Soundtrack für den Monat mit dem längsten Tag des Jahres. Fresh, Baby. Im Juni hat die Welt gerockt. Der Ball war rund, das Wetter gut und die Musik bombastisch. Dank vieler guter, brandneuer Acts. Und ab Juli gibt es auch mal wieder ausführlichere Hintergrundinformationen und stichhaltige Details über Motivlagen, warum gerade diese 38 Tracks es verdient haben, den Monat zu untermalen. Bis dahin muss ausgekommen werden mit dem Track des Monats. Diesem hier: CD 1: Something A La Mode – Little Bit of Feel Good Via Audio – Babies Golden Silvers – True Romance (True No. 9 Blues) Reverie Sound Revue – Passes and Passports Graffiti 6 – Stare Into The Sun Elizabeth & The Catapult...
Spreewelle – Ausgabe 81
Spreewelle 2011 – Top 40
Spreewelle 79 – It’s Christmas
Spreewelle – Ausgabe 78
Spreewelle – Ausgabe 77