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Tag 6

Spreewelle 150

@Karin


„Nothing Compares 2 U“
Chris Cornell

Original von Prince


Ein guter DJ gibt dem Publikum das, was es will. Ein richtig guter DJ gibt dem Publikum etwas, von dem es gar nicht wußte, dass es das wollte.

Es sind diese Momente, die man mit Berechnung wahrscheinlich gar nicht hinbekommt. Auf der Tanzfläche inmitten von enthemmter Nostalgie und bereitwilliger Aufgabe sämtlichen guten Geschmacks findet man scheinbar jeden nächsten Song, der aus den Boxen dröhnt, toll. Die DJanes der Spitzenklasse widerstehen in diesen Momenten dem Masseninstinkt und starten ein waghalsiges Manöver. Wie z.B. das Abspielen von Sinead O’Connors „Nothing Compares 2 U“. Als der Song 1990 elf Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Singlecharts klebte, habe ich ihn gehasst. Das Casio-Keyboard, der Stillstand-Beat: Nix für mich. Heute, stolze 18 Jahre danach entfaltet der Song spät aber bestimmt seine Schönheit. Das geht noch einfacher mit der Original-Version von Prince im Hinterkopf. Völlig umgehauen hat mich aber die Fassung von Chris Cornell. Der Soundgarden-Sänger fügt mit seiner bebenden Stimmte der Ballade eine bittersüße Verzweiflung hinzu, die diese textlich eigentlich auch verdient hat. Hoffentlich kann ich Dich damit zurücküberraschen, liebe Karin :-).



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