DAS, meine Damen und Herren, ist der Ausweg aus dem The-Band-Dilema. Albert Hammond Jr. spuckt das Album des Monats aus. Wenn die Strokes und die Eels miteinander schlafen…

Die Zeiten des völlig ungerechtenlauten Hypes um neue The-Bands scheint vorüber. Die letzten großen Dinger (The Kooks, We Are Scientists) liegen schon erstaunlich etliche Monate zurück. Es ist endlich wieder Zeit für Zurückhaltung, Zeit für Musikjäger und – sammler. Und eben nicht die Zeit, wo man hilflos den großen neuen Trends hinterherhecheln und gleich auch wieder verdammen musste.

Und so lag das Album des Novembers nicht unbedingt gleich auf der Straße – wenngleich der Interpret mit einem der Gottväter nun vergangener The-Hype in Verbindung gebracht werden kann. Denn es handelt sich um den Gitarristen der Strokes. Keine schlechte Voraussetzung schon mal, erstaunlich aber, dass das Solodebut tatsächlich derart treffsicher daher kommt.

Es gibt da unübersehbare Ähnlichkeiten mit der Mutterband. „Back To The 101“ klingt im Refrain stark nach der übercoolen Attitüde der Strokes. Es ist vor allem das roughe und dabei groovige Schlagzeug, dass an den Stil erinnert. „Yours To Keep“ überzeugt durchweg mit wunderbaren Melodien, die nach wirklich tollem Songwriting klingen, vielleicht etwas mehr Pop, vielleicht etwas mehr Backleaning als bei den Strokes, aber trotzdem mit dieser lässig geil abgewranzten Jutetasche voller Coolness und Ungeschliffenheit. Guter Beweis: „Bright Young Thing“, das unbeschwert vor sich hintänzelt und von der Eels-haften Upgefucktheit von Herrn Hammon gemütlich begleitet wird.

Es lohnt sich die Platte zwei Tage nicht mehr aus dem CD-Player / der itunes-Playlist zu nehmen. Alle Songs werden innerhalb dieser Zeit zu unverwechselbaren echten, guten Freunden.

Albert Hammond Jr. – unverzichtbar. Grade jetzt.

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