„Zwischen Elbow und Bloc Party“ verortet Last FM Antony Glenn und Martin Slattery. Soso. Kompletter Quatsch. Aber ganz nettes Album…

Bloß nicht vom Cover verwirren lassen. Mit Hardrock haben die Hours so viel zu tun wie Wochenenden mit schönem Wetter . Aus den elf Songs ihres Debütalbums wird man nach dem ersten Hören nicht so ganz schlau. Irgendwie klingt das einerseits vor allem textlich manchmal sehr wütend. „Fuck“ ist da ein Wort das häufiger auftritt. Und gleichzeitig macht das zart besaitete Geklimper des Pianos immer wieder auf sich aufmerksam. Kippt man das beides zusammen, was auf „Narcissus Road“ oft genug passiert, schmeckt das irgendwie seltsam. „Love You More“ ist da ein Beispiel für. Das hat schon seinen Reiz, wird aber gleich danach mit Schmalzsalven in „Icarus“ überrollt. Ein polternd-leidendes Klavier? Das will doch mittlerweile Keaner mehr…

Schön und rund hingegen klingt das Hymnische „Back When You Were Gone“. Das ist einfallsreich und hat einen wirklich tollen Spannungsbogen, der manchmal sogar faszinierend anmaßend klingt. Endlich spielen britische Band mal wieder mit der Dynamik!

Unterm Strich: Kann man haben, sollte man für „Ali In The Jungle“ und „Back When You Were Gone“ vielleicht auch haben. Aber ansonsten sollten die Herren mal an ihrer Positionierung arbeiten. Wenn mans gut meint, mündet die Imagebeschreibung in dem zu Beginn zitierten Last FM-Klappentext. Da es ein Debütalbum ist, halten wir uns mal mit einer alternativen Gegendefinition zurück.

6/10

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