Mal ein ganz anderer Ansatz. Statt britischer Rockbretter oder französischer Elektrokultur startet der Septembersampler mit Beiträgen aus dem Happyland. Pop. As in Pop.

Und los geht die Reise: Der Delorean Remix von Mystery Jets „Half In Love With Elizabeth“ lässt schon mal die Propeller an, federleicht fahren Passion Pit die Flügel aus, um der Sorglosigkeit mit der wieder und wieder wiederholten Losung „God Bless This Smile On Your Face“ ein Gesicht zu geben. Und drollig verkleidet mit Schafspelzen jodelt die Wolf Parade ganz locker-charmant von den Grey Estates. Bis hierhin rollt alles rund, noch zufriedener singt dann die Cajun Dance Party vom Colourful Life. Die Maschine schwebt in schwindelnder Höhe beschwipst und beschwebt wie eine Möve, die gut drauf ist und sich neben vorhersehbaren Flugmanövern hier und da auch mal was traut.

Erste leichte Turbuienzen gibt es dann, als die Maschine tief über den Human Highway fliegt: Eine Strophe die kurz irritiert, sich dann aber sanft und sicher wieder in den stählernd blauen Himmel hangelt. Das Shortwave Set beendet dann den Höhenflug und bittet zur Landung.

Zu Fuß geht es weiter. Boden unter den Füßen, es wird schweißtreibender, den Rucksack aufgeschnallt und im Stechschritt durchs Gestrüp (das erste Mal dabei: MGMT). Wirklich nervenaufreibend wird es dann dank Jack Whites Bond-Interpretation: Watch Your Step! heisst es dann auch bei der durch die Chemical Brothers tauglich geschraubte Oasis-Wiedergeburt („Falling Down“). Der Berg ist erklommen.

Runter geht es immer leichter. Die Futureheads als Rückenwind, gefolgt vom Tokyo Police Club. Endlich Halt durch Maximo Park und ihr Cover „Was There Anything I Can Do“. Die Sonne senkt sich. Hamfatter zum Abendbrot und dann gibts noch Sex am Lagerfeuer besungen von den Kings Of Leon. Der Tag steckt in den Knochen, Chand VanGaalen kann zum Glück ein Lied davon singen. Kurz vorm Schlafengehen scheppert Beck noch einmal in der Küche – aber nur als Überleitung: Um mit den Streets schließlich glücklich grinsend den Tag zu beenden.

Da hat man sich dann die CD 2 verdient, hörbar am Day-Off. Neben den 2008er Lieblingen Sparkadia, den Fleet Foxes oder auch Morning Runner (das Saxophon bei Minute 3!), verschönern Graham Coxon, Idaho und Sondre Lerche den Tag im Bett. Und aus der Reihe „sinnvolle Coverversionen“: Bonnie Prince Billy (singt R. Kelly), Jonna Lee (singt DCFC) und die Magic Numbers (singen die Smiths).

CD 1:

Mystery Jets – Half In Love With Elizabeth (Delorean RMX)
Passion Pit – Live To Tell The Tale
Wolf Parade – The Grey Estates
Cajun Dance Party – Colourful Life
Human Highway – The Sound
The Shortwave Set – Is It Any Wonder
MGMT – Time To Pretend (Pray For Will’s Heel)
Jack White Feat. Alicia Keys – Another Way To Die
Oasis – Falling Down (Chemical Brothers Remix)
The Faint – The Geeks Were Right
Infadels – A Million Pieces
The Futureheads – Walking Backwards
Tokyo Police Club – Graves
Maximo Park – Was There Anything I Can Do
Hamfatter – The Girl I Love
Kings Of Leon – Sex On Fire
Chad VanGaalen – Bones Of A Man
Beck – Orphans
The Streets – On The Edge Of A Cliff

CD 2:

Sparkadia – Our Own Way
Fleet Foxes – He Doesn’t Know Why
Sondre Lerche – Track You Down
Morning Runner – Hold Your Breath
Stars – Untertow
Idaho – Have To Be
Turin Brakes – Full Of Stars
Graham Coxon – Flights To The Sea
Great Lake Swimmer – Where In The World Are You
Duncan Sheik – Reasons For Living
Jonna Lee – The District Sleeps Tonight
Emiliana Torrini – Big Jumps
Bonnie Prince Billy – World’s Greatest
Elliot Smith – Miss Misery
Sea Wolf – Black Dirt
The Thrills – Santa Cruz (You’re Not That Far)

Midlake – Roscoe (Acoustic)
The Magic Numbers – There Is A Light That Never Goes Out


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