Ganz am Ende geht’s noch mal in die Vollen. Die neue und letzte Spreewelle des Jahres 2010 flockt noch einmal genregemischt durch die Gegend. Und setzt den Schlusspunkt für ein gutes Musikjahr 2010.


Gäbe es eine Frauenbeauftragte bei der Spreewelle, sie hätte gekündigt. Schon lange. Mit großem Gezeter und Pauken und Trompeten wahrscheinlich. Denn die Sampler sind standardmäßig recht frauenarm. Das war auch 2010 nicht ganz anders. Für 2011 kündigt sich schon jetzt zumindest eine Dame an, die wenn schon keiner mitmacht, wenigstens selbst einige Freiplatzierung auf Spreewelle 69 bis 74 fest buchen kann. Zum Jahresabschluss erstmal trägt sie nun ein glanzvolles, stahlkaltes Stück namens „Without Lies“ bei, das in Kollaboration mit Aeroplane entastand, die in diesem Jahr bereits häufiger zu Gast waren.


Aeroplane feat. Sky Ferreira – Without Lies


Stark machen fürs starke Geschlecht, die Zweite. Ellie Goulding singt „Lights“ und macht das sehr gut. Die Britin bekam von den Kritikern einen Brit Award als Beste Newcomerin des Jahres. Ziemlich poppig.
Nachdem Bright Light Light aka Rod Thomas, dessen „Love Part II“ noch schöner als „Your Love Is A Tease“ ist, kommt ein für mich unvermeidlicher Track, dessen Einfachheit man geschmacklos nennen kann. Aber was soll man machen? Er schiebt einen einfach unvermeidbar auf die Tanzfläche. Duck Sauce ist eine Arbeitsgemeinschaft bestehend aus Armand van Helden und dem DJ A-Trak. Und ist natürlich rücksichtslos au Hit gebürstet. Dass einem Madonnas Hung Up dabei einfällt, kommt nicht von ungefähr. Schließlich verwenden die beiden Herren ein Boney M. – Sample als Hookline. Keine Meilen also entfernt von ABBA, was das Discoklischee angeht.
Aus Australien stammt Blue King Brown. Eine „Soul and Roots“-Band, die wie es sich gehöhrt, ganz gutmenschlich daherkommt und die es schon seit 2005 gibt. Und schon fast 2 Jahre ist „Moment Of Truth“ alt. Keine Ahnung, aus welchem das Kanal dieser Track es in den Anhöhren-Ordner schaffte. Er hat mich jedenfalls umgehauen. So wünscht man sich Protest.



Und das übrigens weiblich, schon wieder! Dann darf auch die Botschafterin des weiblichen Indiepops nicht fehlen. Lykke Li bringt dieser Tage ihr neues Album raus. „Get Some“ gibt’s umsonst an jeder Ecke des Internets und überzeugt durch seinen sehr eingängigen Beat.
Lykke Li – Get Some
Get Some by LykkeLi


Auch die geliebten Wombats bringen was Neues raus. Nächstes Jahr. Schon vorweg gab’s „Tokyo“, das schon vor zwei Ausgaben in einer akustischen Version bzw. Interpretation auf der Spreewelle vertreten war. Es ist erstaunlich und erbaulich, dass es die Band nach ihrem Debutalbum voller Hithits, scheinbar genug Klasse hat, auf ähnlichem Niveau nachzulegen.
Wombats – Tokyo
The Wombats – Tokyo (Vampires & Wolves) by Press Here
Es gab mal eine Zeit, da sah der itunes-Bildschirm beim Interpretenbuchstaben „T“ immer lustig aus. Es war die Zeit, als jede drei Tage eine neue Band mit mehr oder wenig einfallsreichen Namen auf die Welt kam und weil es sich so schickte, diesem Namen noch ein „The“ voranschickte. Gut waren überraschend viele dieser Bands. Bis ins Heute haben es aber dann doch nur ganz wenige Bands geschafft. The Wombats wird also eine jeder Ausnahmen sein. Und „The Shoes“.


The Shoes – Stay The Same
[audio:http://www.dailybeatz.net/music/theshoesstaythesame.mp3]

Mit ähnlich guter Laune gehen auch „I Am Arrows“ vor, eine Band, die es erst seit einem Jahr gibt und die vom ehemaligen Razorlight-Drummer Andy Burrows gegründet wurde. „Green Gras“ klingt überhaupt nicht nach Winter, spricht immer von der Sun in California, California und eben dem Green Green Gras.



Kommen wir zur zweiten Seite. Die beginnt mit einer meiner allerliebsten Balladen 2010. Aber was heißt schon Ballade. Es ist eher ein illuster vertontes Lüftchen Leichtigkeit, was „Boy And Bear“ da mit „The Storm“ zum Besten geben. Mit diesen sonderbaren Countrygitarren, für die ich nicht nur neuerdings eine Schwäche zu haben scheine.
Boy And Bear – The Storm
[audio:http://thisbonustrack.com/wp-content/uploads/2010/11/04-The-Storm.mp3]

Daran schließt sich sehr logisch die ebenfalls in 2010 erste entdeckten Local Natives an. Von „Who Knows Who Cares“ war erst nur eine Coverversion bekannt. Das Original ist noch viel besser und erinnert an OC-mäßiger Indiemainstream wie er von Phantom Planet einst auf den Punkt gebracht wurde.
Local Natives – Who Knows Who Cares
[audio:http://boxstr.net/files/6957367_bhlaq/local-natives-who-knows-who-cares.mp3]

In den 2010er Liste wird auf jeden Fall ebenfalls „Microlite“ von Trophy Wife auftauchen. Klingt ein bißchen wie die coolere, weil nicht ganz so abgenudelte Variante von den Kings Of Convenience.
Trophy Wife – Microlite by Thechickendonut


Neben vielen weiteren sehr zurückgehaltenen und dabei gleichzeitig sehr sehr schönen Smoothies der Seite 2 bleibt noch The Tallest Man Alive zu erwähnen. Das krächzende Organ – damit hat man zunächst so seine Schwierigkeiten. Aber „The Dreamer“ ist einfach ein toller Song, einer der alten Schule. So gradlinig. So minimalistisch. So Pop.
Als Bonustrack gibt es zum Abschluß noch ein Geschenk von Gonzales. Sein 5-Minuten Pianomegamix setzt den Schlußpunkt für die 12 Spreewellen des Jahres 2010. Frohe Weihnachten!
Chilly Gonzales – Five Minute Jukebox by bangonpr
Photo Credit: M. Erhart via Flickr http://www.flickr.com/photos/mathias-erhart

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Seite 1

 

[unordered_list style=“number“ number_type=“circle_number“ animate=“no“]
  • Aeroplane Feat. Sky Ferreira Without Lies
  • Ellie Goulding Lights
  • Bright Light Bright Light Love Part II
  • Duck Sauce Barbra Streisand (Radio Edit)
  • The Shoes Stay The Same
  • TV Girl If You Want It
  • Blue King Brown Moment Of Truth
  • Lykke Li Get Some
  • The Posies Take Care Of Yourself
  • Beat Beat Beat We Are Waves
  • The Whigs Kill Me Carolyne
  • The Wombats Tokyo (Vampires & Wolves)
  • The Shoes Stay The Same
  • I Am Arrows Green Grass
  • Hungry Kids Of Hungary Closer Apart
  • The Hundred In The Hands Sleepwalkers
  • Gypsy and The Cat ‚Til Tomorrow
  • Cold War Kids Louder Than Ever
  • Boy & Bear Mexican Mavis
  • High Highs Open Season
[/unordered_list]

Seite 2

 

[unordered_list style=“number“ number_type=“circle_number“ animate=“no“]
  • Boy And Bear The Storm
  • Local Natives Who Knows Who Cares
  • Trophy Wife Microlite
  • Gorillaz Crystalised (the XX Cover)
  • Ingrid Michaelson Creep (Live Radiohead Cover)
  • Toy Horses And It Was You
  • Ben Folds Still Fighting It
  • Javier Dunn If You Go
  • Alexi Murdoch Towards The Sun
  • Andrew Bird Tables and Chairs
  • Jonathan Boulet A Community Service Announcement (The Album Leaf Remix)
  • Houses Soak It Up
  • The Good Natured For The Widows In Paradise (Sufjan Stevens Cover)
  • Paul Smith A Little Lost
  • Richard Walters The animal
  • The Tallest Man On Earth The Dreamer
  • James Mercer Journey Through The Past (Neil Young Cover)
  • The Acorn Misplaced
  • Chilly Gonzales Radio 1 Minimix 2010 (Bonustrack)
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