Tadaa. Nur noch neun bis zur Hundert. Pünktlich zum Weihnachtsfest und dabei ganz ohne Weihnachtsmusik feiert die Spreewelle mit ihre neue Ausgabe die Liebe. Ja, Spreewelle 91 ist nichts für Neinsager. Und das kam so.  


Nein nicht die Mayas geben den Ton an. Ein anderes Lifetime-Event passierte einfach so zum Dezemberbeginn. Und dafür Musik zu suchen, sollte doch eigentlich ein Leichtes sein, denkt man. Denkste! Die hochzeitliche Beschallung für das amtliche Zeremoniell stellte sich als harte Nuss heraus. Man glaubt gar nicht, wie viele schöne Lieder von Liebesschmerz statt Liebesfreud handeln und wie schwer es ist, aus den wenigen Übrigbleibern das Richtige zu finden, wenn es nicht obszön kitschig klingen soll. Die Auflösung gibt’s am Ende des Posts.


Die Spreewelle 91 ist daher voll mit Ergebnissen der tagelang andauernden Liedersuche (neben der Standesamtsituation gibt es ja noch eine Reihe weiterer mit Tönen zu unterliegende Momente an einem solchen Tag).


Zu dieser Kategorie gehören die folgenden Kandiaten allerdings nicht: Admiral Fallow kommen aus Glasgow und machen Folkpop. Und haben ein Händchen für schöne Melodien:
Admiral Fallow – Guest Of The Government


Für eben solche schätzen und lieben wir die Shout Out Louds. Die haben nun endlich ein neues Album draußen, dass man pünktlich zum Weihnachtsfest erwerben sollte. Vorab gibt „Blue Ice“, herrlich 80s, gratis – wenn man die Band bei Facebook liket. Fair.

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Ebenfalls mit bereits drittem Soloalbum neu in den Regalen: A.C. Newman, der Frontman der New Pornographers.
A.C. Newman – Do Your Own Time


A Silent Film ist eine Band aus Oxford, die sich nicht ganz zu Unrecht Vergleiche zu Coldplay und den Killers anhören müssen – was okay wäre, wäre noch 2007. Aber es ist 2012 und die Welt geht gleich unter und deshalb ist ihr Melo-Indiepop eigentlich nur schwer erträglich. Immerhin die Single aus ihrem gerade erschienenden „Sand & Snow“ kann man hören.
A Silent Film – Queen Of A Sad Land


Ein bißchen jammerlappig kommen auch 1000 Gram daher. Aber die sind nicht aus England sondern aus Berlin. Und ihr Album „Ken Sent Me“ hält erstaunlich vielzählig gut klingende Songs parat. Der Hit ist natürlich „Push Someone“ – ein Säufzer, der uns ganz gut in die Hochzeitsabteilung überleitet.



Kurz vorher aber noch ein weiterer Berliner Beitrag: Band heißt Brokof. Und leider gibt’s im Netz nur „Corporate“ und nicht die noch viel tollere Single „Lost In The City“, bei der man – und das gibt’s nicht oft – null heraushört, dass die Bandmitglieder wirklich alle aus Deutschland kommen.
Brokof – Cooperate


Nu aber. Die Hochzeitsnummer. Keiner der folgenden Titel war bislang auf einer Spreewelle. Zum einen deshalb, weil es die Spreewelle erst seit sieben Jahren gibt, zum anderen, weil das Radar wohl auch hier und da mal schlecht stand. Zwei Indie-Kapellen, die man irgendwie auf jeden Fall am Hochzeitstag unterbringen muss sind Rouge Wave und Yo La Tengo. Die passenden Lieder sind diese:
Rouge Wave – Publish My Love
Yo La Tengo – You Can Have It All


Wenn man nicht weiß, ob eher Wilco oder eher Feist die bessere Wahl sind, der greift zur Kollaboration, die mir nicht bekannt war, deren Titel und Text aber vorzüglich passen.
Wilco Feat. Feist – You And I


Ein schöner Song, das reicht nicht unbedingt. Der Text muss passen, ich erwähnte es. Daher fiel leider die folgenden Song durchs Raster.
The Leisure Society – Are We Happy?
Eric Harvey – Born To Break


Wie man sich schon mit dem Titel von Songs für die Wedding Playlist qualifizieren kann, zeigen folgende Songs:
Right Away, Great Captain – I Wait For You
Joe Sampson – My Love
My Morning Jacket – Wonderful
Parachute – She Is Love


Was eigentlich immer funktioniert, ist folgende Zauberformel: Man nehme einen bekannten Romantic Superhit und lasse ihn intonieren von einem Indie-Interpreten. Schwupps hat man die Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die musikalisch weniger interessierten grunzen erfreut, weil sie was erkennen und die Gruppe der Auskenner nickt anerkennend ob der wohlfeilen Interpretation.
Josh Preston – Question (Old 97’s Cover)
Redbird – You Are Everything (R.E.M. Cover)
A.C. Newman – Take On Me


Kommen wir schließlich zur Auflösung. Ganz nah dran, aber leider nicht aufs Treppchen (denn beim Berliner Standesamt gibt es nur einen ersten und einen zweiten Gewinner) hat es Ben Folds geschafft, für mich einer der letzten großen Songwriter, der in der Lage sein könnte, in den kommenden Jahren noch so einige ewig überdauernde Balladen vom Schlage von Elton Johns „Sun Going Down on Me“ zu komponieren.
Ben Folds – The Luckiest


Aber hier zum Abschluß, die Spreewelle 91-Not-so-hidden-Tracks. Das richtige fürs Ja sagen.
Einzug: Josh Rouse – Under Your Charms (Spreewelle 8 / November 2005)
Auszug: Erdmöbel – Nah bei Dir (Spreewelle 9 / Dezember 2005):
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[unordered_list style=“number“ number_type=“circle_number“ animate=“no“]
  • Admiral Fallow Guest of the Government
  • 1000 Gram Bring Your Lantern
  • Doves Pounding
  • Fyfe Dangerfield Faster Than The Setting Sun
  • Billy Bragg The Milkman of Human Kindness
  • Jake Bugg Two Fingers
  • Brokof Cooperate
  • Caught A Ghost Connected
  • Rogue Wave Publish My Love
  • Yo La Tengo You Can Have It All
  • A Silent Film Queen of a Sad Land
  • A.C. Newman Do Your Own Time
  • Peter Bjorn and John Paris 2004
  • The Decemberists Red Right Ankle
  • Of Monsters and Men Mountain Sound
  • Muse Madness
  • Foxes In Her Arms
  • RAC Climbing Up The Walls (ft. Liz Anjos)
[/unordered_list]

Seite 2

 

[unordered_list style=“number“ number_type=“circle_number“ animate=“no“]
  • 1000 Gram Push Someone
  • Shout Out Louds Blue Ice
  • Brokof Lost in the City
  • Wilco You and I Ft. Feist
  • The Leisure Society Are We Happy?
  • Right Away, Great Captain! I Wait For You
  • Joe Sampson My Love
  • Ben Folds The Luckiest
  • Josh Preston Question (Old 97’s cover)
  • My Morning Jacket Wonderful (The Way I Feel)
  • Parachute She Is Love
  • Redbird You Are the Everything (R.E.M.)
  • Urban Cone Black Ocean
  • A.C. Newman Take On Me (A-ha Cover)
  • Beach House The Hours
  • EVAN Blowing Smoke
  • Beach Boys God Only Knows [stereo mix]
  • Josh Rouse Bonus Track: Under Your Charms
  • Erdmöbel Bonus Track: Nah bei Dir
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